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Wednesday, 20. November 2019
Analog vs. Digital PDF Drucken E-Mail
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Seit geraumer Zeit sind Digitale Kameras im Vormarsch. Von den kleinen Knipsen bis hin zu Profigeräten sind sie mittlerweile in keinem Bereich der Fotografie mehr wegzudenken. Während die ersten Exemplare bestenfalls für den kleinen Schnappschuss den man ins Internet stellte ausreichten, sind die neueren Modelle mittlerweile so leistungsfähig, dass sie die analogen Geräte in vielen Bereichen schon verdrängt haben.

Daher lohnt die Überlegung, ob die neue Kamera noch eine analoge oder doch lieber eine digitale werden soll. Für alle die sich nicht ganz sicher sind gibt’s hier einen kleinen Ratgeber, anhand dessen sich jeder selbst orientieren kann. Wem das nicht reicht, der kann unter http://www.uni-mainz.de/~sprec000/Digicam2.html noch weitergehende Informationen finden.

Ob man lieber eine digitale oder eine analoge Kamera kauft, hängt letztlich nur vom Verwendungszweck der Bilder ab. In den seltensten Fällen wird man jedoch mit einer analogen Kamera besser bedient sein, als mit einer digitalen. Das entscheidendste Kriterium war bis vor kurzem noch die Auflösung, die bei den gängigen Digitalkameras nicht an die von herkömmlichen Filmmaterial heranreichte. Doch mittlerweile haben selbst die billigen Sucherkameras Bildsensoren mit 4 Mio. Pixel und mehr.

Mit analogem Filmmaterial und einer guten Spiegelreflexkameras ergeben sich in etwa diese Verhältnisse im Vergleich zu digitalen Spiegelreflexkameras mit guten Objektiven:

  • ASA200 - ASA400 entspricht ca. 3 Megapixel
  • ASA50 - ASA100 entspricht ca. 6 Megapixel

Ein analoger Film kann zwar auch noch höhere Auflösungen abbilden (bis zu 20 Millionen Pixel bei ASA25), aber dazu brauch man dann auch die entsprechenden Kameras und Objektive, so dass dieser Wert eher theoretisch ist.

Wenn es also nur um die Auflösung geht, so kann man ab 6 Mio. Pixel getrost die digitale Kamera nehmen. Aber auch bei Schärfe und Kontrast sind die hochauflösenden digitalen den analogen Kameras überlegen. Um mit einer analogen Kamera hier vergleichbare Werte zu erzielen, muss man schon tief in die Tasche greifen.
Will man Abzüge von seinen digitalen Bildern haben, so reicht bereits eine Auflösung von 1-2 Millionen Pixel bequem, um 10x15cm große Fotos zu drucken. Für Bilder bis A4 reichen 3-4 Mio Pixel, für alles was darüber hinaus geht sollte es dann aber schon die 6 Mio Pixel Kamera sein.
Erst wenn man wirklich Poster oder Plakate von den Fotos machen will, braucht man Auflösungen von 10 Mio Pixel und mehr. Aber hier werden auch bei der analogen Fotografie keine Kleinbildfilme mehr verwendet.

Der einzige wirklich entscheidende Nachteil bei digitalen Bildern ist die Aufbewahrung. Wenn der Datenträger beschädigt oder versehentlich gelöscht wird, dann sind die Bilder für immer weg. Auch das Archivieren auf Festplatten oder CD-ROM schütz nur bedingt. Speziell CDs und erst recht DVDs haben nur eine geringe Haltbarkeit. Wärend man CDs, die dunkel, trocken und kühl gelagert wurden bequem 10 Jahre lang verwenden kann geben viele DVD Rohlinge bereits nach 1 bis zwei Jahren ihren Geist auf. Hat man die guten Stücke einmal auf dem Schreibtisch in der Sonne liegen lassn, dann kann es gut sein dass alle DAten zum Teufel sind.
Um einen normalen Film vollständig unbrauchbar zu machen, muss man ihn schon anzünden.

Nun sind digitale Kameras um einiges teurer als ihre analogen Gegenstücke. Bedenkt man jedoch die Preise für Filmmaterial, Entwicklung und Abzüge so hat sich bei den Sucherkameras der Unterschied von momentan etwa 200 Euro schon bei etwa 20 Filmen a 36 Bilder ausgeglichen (bei 10 Euro für Film, Entwicklung, Abzüge 10x15 und Picture-CD). Bei den Spiegelreflexkameras muss man ein paar mehr Filme belichten, bis man die Preisdifferenz erreicht hat. Aber auch hier ist bei spätestens 100 Filmen der Mehrpreis eingeholt.

Fazit

Wer nur gelegentlich ein paar Bilder “knipsen” will, der ist mit einer normalen Sucherkamera ab 3 Megapixel bestens bedient. Man sollte nur darauf achten, dass sie über einen optischen Zoom mit hochwertigen Linsen verfügt.

Wer als Hobbyfotograf unterwegs ist, der wird in 99% aller Fälle mit einer digitalen Spiegelreflexkamera besser bedient sein, als mit einer vergleichbaren analogen. Abgesehen davon lassen sich die Fluten von Bildern wesentlich leichter archivieren und verwalten.

Wer auf Dias steht, der wird mit einer Digitalkamera nicht viel Freude haben, da man einen verdammt teuren Beamer braucht, um die Bilder auf die Leinwand zu bringen. In der Qualität stehen die digitalen den Dias aber in nichts nach.

Wer auf Mittel- oder Großformat fotografiert, der wird so schnell keinen erschwinglichen Ersatz in der Digitalwelt finden. Hier sind die analogen Kameras noch immer die beste Wahl.

Kleinbildkameras lohnen eigentlich nur dann noch, wenn man auf die Negative aus rechtlichen Gründen angewiesen ist.

Die Anmerkung für Profis

Vergiss alles, was da oben steht. Wenn es darauf ankommt, in jeder Situation scharfe und gut belichtete Bilder bis in die letzte Ecke der Aufnahme zu bekommen, bleiben Digitalkameras leider meist auf der Strecke. Speziell bei schlechten Lichtverhältnissen wird das Bildrauschen der normalen Digitalkameras so stark, dass es auf jedem etwas größeren Abzug oder Digitalbild störend auffällt. Hauptursache dafür sind die sehr kleinen Sensorgrößen der CCD-Sensoren, die in den normalen Digitalkameras verbaut werden. Je kleiner so ein einzelner Sensor wird, desto empfindlicher reagieren die Biester bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei stark wechselnden Licht in einem Motiv. Um rauschfreihe Bilder hinzubekommen, bedarf es einer Einzelsensor-Größe von mindestens 6-7 µm. Diese wird nur von den besseren digitalen Spiegelreflexkameras (z.B. EOS 300D / EOS 10D aufwärts) erreicht. Fast alle Sucherkameras oder die einfachen SLRs liegen mit Werten von 2,3 - 3,7µm deutlich darunter. Mehr Infos dazu findest Du auf http://www.uni-mainz.de/~sprec000/.

 
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