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Saturday, 24. June 2017
Mein Winterprojekt - Jawa 350 Typ 354 PDF Drucken E-Mail
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Beitragsinhalt
Mein Winterprojekt - Jawa 350 Typ 354
Rahmen ausbessern
Ersatzteile beschaffen
Black is beautiful - Lackieren
3D-Puzzlen - Zusammenbau I
3D-Puzzlen - Zusammenbau II
Die Kraft der zwei Kerzen - Motor regenerieren (Demontage)
Die Kraft der zwei Kerzen - Motor regenerieren (Montage)
Funkenmariechen
Lauf Jawa, lauf!
Warmfahren
Legalisieren
 

Teil 7: Die Kraft der zwei Kerzen - Motor regenerieren (Demontage)

Nachdem so ziemlich alles, was nicht Motor war, wieder in einen ganz passablen Zustand versetzt worden war, kam nun das Herz des kleinen Renners dran.
Das der Motor der wohl schwerste Fall werden würde war schon recht zeitig klar, immerhin standen 80.000 km auf der Uhr und der Motor war offensichtlich noch nie überholt worden. Bei einer ersten groben Inspektion war schon mal ein fehlender Kolbenring aufgefallen. Nun war es also Zeit, sich den Rest auch mal genauer anzusehen.

Los ging es mit der Lichtmaschine. Abgesehen davon, dass eine Schraube nicht so ganz original war, war der Rest zunächst mal nur unglaublich dreckig und die Kabel waren allesamt hinüber. Also erstmal runter mit dem Teil und ab ins Regal. Ersatz war ja schon vorhanden. Dann war da noch der Rotor. Auch der sah nicht mehr so wirklich klasse aus, aber mit etwas Liebe und viel Waschbenzin würde man auch den problemlos weiterverwenden können. Lagersitz
Was dann hinter dem Rotor sichtbar wurde war dann weniger erfreulich. Die Lagerdichtung des Kurbelwellenlagers wurde auf dieser Seite durch eine sehr eigene Art der Sicherung am rausfallen gehindert - durch drei derbe Schläge mit einem Hammer auf den Lagersitz.
Nun ja, nicht schön zwar, aber auch das lässt sich sicherlich wieder hinbiegen.

Direkt neben der Lichtmaschine war dann die Automatik-Kupplung. Genauer gesagt war da ein haufen in Ölschlamm und altem Fett eingegossener Sand, unter dem irgendwo der Automat sein musste.
Nach vollständigem Zerlegen und intensiver Wäsche des gesamten Bauteils war das sogar fast wieder wie neu. Der Verschleiß hielt sich in Grenzen und somit wanderte auch dieses Teil zunächst mal ins Regal.

Die sind fertigBei den Zylindern wurde es dann schon deutlich weniger erfreulich. Zwar ließen sich die Zylinder und Kolben recht leicht demontieren, ihre Tage waren aber definitiv gezählt.
Die Brandspuren gingen über die kompletten Kolben bis runter zum Hemd. Offensichtlich waren die weit über die Verschleißgrenze abgeschliffen. Aber was soll's, genau aus diesem Grund hatte ich mir ja schon einen Ersatzmotor organisiert.

Nachdem Kolben, Zylinder und die Innereien der rechte Motorseite zerlegt und gereinigt waren kam der linke Seitendeckel runter. Während die Kupplung noch recht einfach ausgebaut werden konnte, lieferte das Primärritzel einen harten, zähen Kampf. Doch gegen einen Abzieher der Marke "Für Panzermotoren" musste selbst dieses Biest irgendwann aufgeben. Das Ritzel konnte mit einem kurzen Blick bereits in die Kategorie "Altmetall" ausgemustert werden. Das ließ für Kupplung und Getriebe wenig gutes ahnen. Erstaunlicherweise war die Kupplung dann fast neu. Offensichtlich war das eines der wenigen Teile, die schon mal gewechselt wurden.

Dann nahte die Stunde der Wahrheit. Da ich beim Motorgehäuse zerlegen kein Freund der "Hammer und Meißel" Methode bin hatte ich mir bei eBay vorsorglich schon das nötige Werkeug geordert. Die gut 30 Euro für den Spezialabzieher waren eine gute Investition. Ohne Schäden und größeren Kraftaufwand ließen sich sowohl die Motorhälften abziehen als auch die Kurbelwelle von den Lagern trennen. Und da war auch schon die zweite dicke Überraschung: Die Kurbelwelle war noch 1a in Schuß. Kein Verschleiß, keine eingelaufenen Zapfen. Fast neuwertig sozusagen. Das ließ sich vom Getriebe so leider nicht behaupten. Sämtliche Zahnräder wießen starken Verschleiß und teilweise bedenkliche Ausbrüche auf. Ebenso war das Lager des Antriebsritzels hinüber. Die Lager der Kurbelwelle an sich waren noch ok, aber wenn der Motor dann schon mal offen ist ...

Nachdem auch der zweite Motor auf die gleiche Weise zerlegt wurde ging das große Reinigen los. Literweise Waschbenzin, Berge von Putzlappen und einige Kopfschmerzen später lagen 100 kg von Motorinnereien sauber und ordentlich auf der Werkbank. Ein weiterer Tag ging dann drauf, um die guten von den schlechten Teilen zu trennen. Am Ende mussten bis auf die Lager und Simmerringe sowie ein paar Dichtungen fast keine Teile nachbestellt werden. Lediglich Primär- und Antriebsritzel sowie die Primärkette waren bei beiden Motoren nicht mehr brauchbar.



 
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